Dienstag, 28. August 2012

Bye Bye NZ

In den letzten Wochen blieb leider wenig Zeit fürs bloggen drum gibts hier noch ein paar Nachträge. 

Nach meinem Aufenthalt in Milford Sound gings zurück nach Te Anau wo ich den Kepler Track, einen weiteren Great Walk mit knapp 60km entdeckt habe. Also mal wieder die Wanderschuhe geschnürt und schon gings los. Die Wetterbericht prophezeite Schnee und Regen, stattdessen gabs mal wieder strahlenden Sonnenschein. Der Wettergott ist mir scheinbar wohl gesonnen und ich hoffe das bleibt auch noch eine Weile so. Die 3 Tageswanderung über die Fjordland-Berge war ziemlich abwechslungsreich. Angefangen mit Regenwald und Strand gings bis auf 1500m rauf durch Schnee und Eis. Die Aussicht... Gebirgszüge die aus dem Meer rausragen und sich wie lange Finger in Richtung Meer ausstrecken... über eintönige Landschaften können die Kiwis wohl nur lachen. 

Im Anschluss gings die südliche Küste entlang zu den Catlins, wo es neben Seelöwen auch noch den Nugget Point zu bestaunen gab, eine Felslandschaft mitten im Meer. Vom Landschaftsbild sieht hier alles so ähnlich aus wie in Irland mit Cliffs und grünen Hügeln. 

Zum Abschluss meiner langen Neuseelandreise gings noch zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Dort hab ich die wohl kälteste Nacht im Campervan verbracht (mein Wecker geht nur bis 0°C...) aber die Aussicht wars auf alle Fälle wert. Umringt von schimmernd weißen 3000ern hat mich die Bergsteigerlust natürlich wieder gepackt. Neeein, ich bin nicht auf den Mt. Cook gegangen. Vielleicht in ein paar Jahren... Dafür gings zum. Mt. Olliver auf 2000m bei, wie könnte es anders sein, strahlendem Sonnenschein. 

Wenn es einen Schöpfer geben sollte, dann war ihm in Neuseeland ganz besonders langweilig. In jeder Ecke gibt es eine andere Landschaftsform. Wüste, Strand, Regenwald, grüne Täler, Fjordland, Gebirge, Gletscher, Cliffs, Vulkane... alles da! Wers noch nicht gesehen hat, hinfliegen und staunen.

Dienstag, 14. August 2012

There and back again...

In den letzten Wochen ist so einiges passiert. Wird also wieder etwas länger ;-)

Auf der Fahrt nach Christchurch hab ich gleich mal die ersten Seerobben gesichtet und die Ostküste bestaunt. Das Wetter war diesmal leider nicht auf meiner Seite und so fuhr ich bei strömendem Regen bis zum Flughafen um dort den nächsten Versuch zu wagen mein Ticket nach Hause umzubuchen und schon etwas früher in Sydney zu sein. Aufgrund des guten alten "Wir sind nicht zuständig!" Spiels war das Ganze wenig ergiebig und ich wurde an jene verwiesen die mich ursprünglich zum Flughafen geschickt haben. Naja.. Danach bin ich noch zur Halbinsel östlich von Christchurch gefahren und bin dort in Duvauchelle auf das Franzosenviertel von Neuseeland gestoßen.

Nach einem kurzen Wettercheck gings wieder rauf in den Norden da es dort ein paar Tage Sonnenschein geben soll. In Nelson hab ich mich dann über sämtliche Wanderwege in der Region informiert und bin das erste Mal auf einen sogenannten Great Walk gestoßen, der nicht weit enfernt von Nelson startet. Die Great Walks sind die besten Tramping Tracks von Neuseeland, Mehrtageswanderung quer durch die Botanik mit Übernachtungsmöglichkeiten in diversen Hütten. Da ich von touristischen Ausflügen mitterweile wirklich genug hatte hab ich meinen Rucksack gepackt und mich zum Abel Tasman Track  aufgemacht. Der Track verläuft entlang der Küste, quer durch tropischen Regenwald und bietet mehrere Möglichkeiten mal kurz zur einen oder anderen Bucht zu gehen um die Cliffs zu bestaunen. Aufgrund der Gezeitenströmung musste ich an zwei Passagen des Tracks rechtzeitig ankommen da ansonsten Schwimmen angesagt wäre. Und das Wasser ist kalt... sehr kalt. In Totoranui gings dann mit dem Wassertaxi zurück nach Motueka und dann nach Nelson. 

Der nächste Wettercheck prophezeite gutes Wetter für die Westküste... endlich an die West Coast, darauf hab ich mich schon seit Monaten gefreut. Über den Arthurs Pass gings nach Westport und von dort dann rauf nach Karamea. Dieses kleine Städtchen, umrundet von Bergen, Cliffs und rauher See hats mir wirklich angetan. Hab dort den coolsten (und günstigsten) Campingplatz gefunden... auf einem Schulgelände. Und das Beste ist... niemand da! Von dort aus gings weiter zum DOC Campingplatz nach Kohaihai wo ich meinen Camper direkt vor dem Strand parken konnte incl. Aussicht auf die Cliffs. Am nächsten Tag hab ich dann herausgefunden, dass der Campingplatz neben zahlreichen Kurzwanderungen auch noch Ausgangspunkt des Heaphy Tracks ist, mit 82km der längste Great Walk in Neuseeland. Ihr wisst was jetzt kommt...

Vom Wetter her sollte es sich gerade ausgehen wenn ich gleich starten würde. Also Rucksack gepackt, Hütten gebucht, und auf gings von Kohaihai nach Collingwood in einer 4-Tageswanderung. Hab die ganze Strecke keine andere Menschenseele getroffen. Nur ich, die Wildnis und so viele Sterne dass ich das Zählen erst gar nicht versucht habe.  Von der letzten Hütte aus startete dann das nächste Abenteuer... Wie komme ich zurück zu meinem Camper? Wanderweg 82km = 500km mit dem Auto... Ups! Mit dem Bus gings zurück nach Nelson, dann wieder nach Westport. Und weil an diesem Tag kein Bus nach Norden fuhr gabs ne Premiere. Auto stoppen, yeah! Also hab ich mir ein Schild aus einer Kelloggs-Schachtel gebastelt und versucht möglichst vertrauenswürdig auszusehen (... verwilderter bärtiger Tramper zurück von der 4-Tageswanderung sucht sein Auto.. yeah!) 

Am Camper angelangt gings als nächste die Westküste entlang nach Süden. Die Küste ist einfach atemberaubend. Nach jeder Kurve taucht eine Bucht auf, noch schöner als die davor nach dem Motto "Du glaubst das war schon alles? Dann schau dir das mal an! Tropischer Regenwald, schwarzer Sandstrand, daneben noch ein paar Gletscher, Gebirgszüge, dann hätten wir da noch Cliffs die wie Pfannkuchen aussehen.. Kein Problem! Wir haben doch alles da!" 

Den Franz Josef Gletscher (Gott zum Gruße lieber Kaiser...) hab ich mir natürlich angesehen. Mir sind die Alpen trotzdem lieber. Nahe des Fox Glaciers gings dann noch in einer Zweitageswanderung zu den örtlichen Hot Pools wo ich mich umrundet von schneebedeckten Bergen in die warme Badewanne gesetzt habe. Danach gings weiter nach Süden über den Haast Pass bis Wanaka und von dort über Queenstown nach Te Anau in das Fjortland. Von dort aus bin ich heute nach Milford Sound raufgefahren und bin per Boot zwischen den Bergen herumgefahren. Ein knapp 2000m Berg mitten aus dem Meer hat was sehr Ansehnliches... kann ich bezeugen! 

Den Flug nach Sydney konnte ich auch endlich umbuchen. Am 27.8. gehts nach Australien. Noch knapp 2 Wochen für die Südküste und vielleicht einen weiteren Great Walk... Mal schaun