Die Reise in den hohen Norden hatte einiges zu bieten. Nachdem ich am ersten Tag einfach Richtung Norden raufgefahren bin und irgendwo mitten in der Pampa im Camper übernachtet habe bin ich dan Tags darauf zu Cape Reinga aufgebrochen. Die Aussicht beim Leuchtturm war wirklich beeindruckend. Am Nachmittag gings dann zum zweiten Leuchturm im Cape van Diemen quer durch die Wüste, zeitweise per Kompass da Schilder hier manchmal Mangelware sind. Am Cape habe ich einen Strand gefunden, der unter die Kategorie traumhaft fällt. Wenn man ein Zelt mitnimmt kann man dort campen und hat die ganze Bucht für sich alleine. Auch die DOC campsites in der Gegend sind wirklich toll. Campen in der Bucht direkt am Meer? Kein Problem! Danach gings zurück mit einem kurzen Stop am 90 Mile Beach (is eigentlich ned mal 90km lang, dafür kann man mit dem 4WD entlang fahren wenn man Lust hat) und dann nach Kerikeri, Paihia und Waitangi. Dort hab ich mir das Museum angeschaut, das direkt am Platz gebaut wurde wo der Vertrag zwischen den Maoris und den Kolonisten unterzeichnet wurde. War ganz interessant aber für meinen Geschamack etwas zu teuer.
Am nächsten Tag gings dann nach Russell wo ich meine nächste Tour gebucht hatte: Schwimmen mit Delphinen! Der Ausflug mit dem Boot zum Hole in the Rock war toll und die Bay of Islands trägt nicht umsonst ihren Namen. 144 Inseln gibt es hier zu bestaunen. Neben Delphinen hab ich auch einen kleinen Seelöwen gesehen. Den Wal hat nur der Skipper gesehen und ich glaube das war Wunschdenken ;-) Das Schwimmen mit den Delphinen wurde leider nicht angeboten, wär aber eh frisch geworden. Am Nachmittag bin ich dann noch quer übers Land gefahren bis zum Waipoa Forest um mitten im Wald im DOC-Camp zu übernachten. Ich musste nicht mal was bezahlen da es kein Wasser gab.
Am nächsten Morgen gings zu den mighty Kauri Trees... Gigantisch! Der Wanderung zu den größten Bäumen ist echt magisch und wenn dann nach der nächsten Kurve einer dieser Riesen auftaucht verschlägt es einem echt die Sprache. Te Matua Ngahere (heißt übersetzt "Vater des Waldes") hat einen Umfang von 16.41 Metern. Es gibt auch einen weiteren Riesen mit 12.29m den man umarmen kann. Habs versucht, leider kläglich gescheitert...
Danach gings für mich zurück nach Auckland um endlich den Camper reparieren zu lassen. Ich bin nämlich bislang mit einer höchst amüsanten Schiebetür herumgefahren die sich nur dann öffnet wenn sie will. Hat dazu geführt dass ich mich mal im Camper eingesperrt hab und zur Fahrerkabine klettern musste um wieder rauszukommen. Die Hintertür geht von innen gar nicht auf. Es kommt noch besser... Auf der Fahrt in den Norden hab ich festgestellt, dass das Signal fürs Motorenöl zeitweise aufblinkt. Hmmmm, da stimmt doch was nicht. Lieber mal die Hotline anrufen und nachfragen was für ein Öl ich da brauche. Die gute Dame am Telefon hat mehr oder weniger gesagt es kann irgendeins sein und solangs wenig oder halbvoll ist is es auch gut. An der Tankstelle hab ich das Öl dann checken lassen... fast leer! Die haben mir die Kiste also ohne Öl gegeben. Nach zwei Flaschen Öl gings dem Camper dann wieder gut. Und es kommt noch besser... Beim Depot am Flughafen hab ich sämtliche Mäzchen des Autos geschildert und darum gebeten die Mängel zu beheben. Nach 30 Minuten warten wurde mir gesagt, dass sie das reparieren können. Es dauert aber eine Weile oder ich kann auch einen anderen Campervan haben. Das dauert natürlich auch eine Weile. Hmmm, lieber auf den neuen Camper setzen, so dachte ich jedenfalls. Nachdem ich dann eine Stunde mit Packen verbracht habe um die Sachen in den neuen Camper zu schleppen warf ich mal einen Blick auf das neue Fahrzeug. Die Reifen hatten kein Profil, der Herd funktionierte nur zum Teil, kein Heizlüfter, der Kühlschrank stinkt nach Fisch und hat Kratzer als ob jemand 5 Stunden Salsa drinnen getanzt hätte. Nein danke! Also nochmal rein und das selbe Spiel nochmal. Und... ich durfte warten und warten. Nachdem ich dann bemerkt habe, dass es der Chefin scheinbar auch etwas peinlich war bin mal höflich geblieben und hab den Tag schon abgeschrieben. Als Entschädigung wurde ich dann aufgestuft und bekam einen neueren Camper der Firma Britz, $100 und eine Flasche Sauvignon Blanc. Da sag ich nicht nein! Wär das Navi-Gerät eventuell auch noch drin? Unverschämtheit siegt! Zur Belustigung sämtlicher Mechaniker hab ich dann eine weitere Stunde meine Sachen von zwei verschiedenen Campern in den nächsten verfrachtet und hab mich dann nach Auckland aufgemacht um ein paar Sachen zu besorgen. Steckdosenadapter für den Laptop, Internet, Telefon in der Metropole besorgen... nach 1,5h fertig?? Nice!
Heute war ich noch im Kelly Tarltons Aquarium und hab mir Haie, Rochen und andere tolle Sachen angeschaut. Fotos werden nachgereicht. Jetzt gehts erst mal zur Coromandel Penninsula.
Auf bald ;-)
Hier die ersten Fotos aus Neuseeland: Neuseeland Pictures
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