Mittwoch, 28. März 2012

It's been a while...

Nachdem ich schon den ersten Rüffel von der lieben Schwägerin bekommen hab, dass ich doch wieder Fotos reinstellen soll werd ich mich mal wieder ans Werk machen. Die letzten drei Wochen hatten es in sich! Nehmt euch also etwas Zeit... der folgende Eintrag könnte etwas länger sein als üblich ;-)

Die Fotos zur Story gibts HIER




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Am 9. März gings mit der mittlerweile schon eingespielten Dänemark-Österreich-Connection (Lars, Emil, Peter und ich) auf nach Wineglass Bay... zweiter Versuch, diesmal ohne Hitzewelle. Aus Kostengründen (unter 25 zahlt man fürs Auto mieten Extraspesen) und vorhandenem internationalen Führschein (den man, wie sich rausstellen sollte, dann doch nicht braucht) hab ich uns ein Auto gemietet. Ein Nissan Qashqai... doofer Name, flottes Auto, Lenkrad auf der falschen Seite. Nachdem das Auto erst ca. 1000km auf dem Buckel hatte durfte man die Bremse nur mit dem kleinen Zeh bedienen da ansonsten sämtliche Fahrgäste den großen Drang verspürten ihren Körper Richtung Windschutzscheibe zu bewegen. Für besonnene Frühstücker wie mich äußerst ungeeignet...


Also gings mit dem Auto los Richtung Freycinet National Park und wie der Österreicher halt so ist beschäftigt er sich die erste halbe Stunde mal nur damit was an diesem Auto alles nicht stimmt: Lenkrad rechts,linke Spur, Straßenschilder links, Abfahrt links, überholen rechts, Scheibenwischer links, Blinker rechts... so mancher Australier hat uns doof angschaut als ich beim Überholen die Scheibenwischer auf Hochleistung geschalten hab... bei 30°C Sonnenschein. Nach 3 Stunden Fahrt trafen wir dann am Abend in Bicheno, einem schmucken Ostküstenstädtchen von Tasmanien, ein und trafen uns mit unseren Studienkollegen Tobias aus Finnland, Amy aus den USA, Vroni aus Deutschland und Tom, EJ, Matt und Emma aus Tassie. Da Tom dort ein Stück Land mitten im Wald sein eigen nennt hab ich mir natürlich das Wildcampen nicht nehmen lassen und das mittlerweile legendäre Mini-Zelt kam wieder zum Einsatz. Bei gemütlichem Lagerfeuer haben wir den Tag dann mit kühlem Bier ausklingen lassen.


Am nächsten Tag gings mit dem Auto zum Freycinet National Park und von dort aus per Wanderweg zur Wineglass Bay, die angeblich zu den 10 schönsten Stränden der Welt zählt. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf kleine Wallabies (süss) und Schlangen (nicht so süss). Am Strand stürzten wir uns sogleich ins Wasser und nutzten den tollen Wellengang fürs Bodysurfen. Danach gings gemeinsam mit Tobi den Strand entlang für eine gemütliche Jogging-Runde. Nach gemütlichem Relaxen am Strand brach eine Gruppe von Wanderlustigen (Peter, Lars, Emil, Tobi und ich) noch zu einem Rundwanderweg auf der zum Teil entlang der Promise Bay verläuft. Nach dreistündiger Wanderung fuhren wir dann zurück zu Tom's Grundstück um Holz fürs Lagerfeuer zu sammeln (Baumteam Hofbauer-Skills ;-) ) und ein BBQ zu veranstalten. Nach einem nächtlichen Strandausflug incl. Weg durch die Botanik fand der Tag dann wieder mit Lagerfeuer und kühlem Bier sein Ende.


Am Sonntag besuchten wir den Natureworld Tierpark( Fotos gibts HIER) wo es neben dem tasmanischen Teufel auch Koalas und Kanguruhs zu sehen gab die in Tasmanien in der freien Wildbahn selten vorkommen oder gar nicht heimisch sind. Danach gings zum Strand.... Surfing!  Am Abend versuchten wir dann noch ein paar Pinguine beim nahgelegenen "blow hole" zu beobachten, leider erfolglos... Um 23 Uhr fuhren wir wieder 3 Stunden zurück nach Hobart und ich durfte mich in stockfinsterer Nacht als Slalomfahrer zwischen Wallabies, Possum und anderen Vierbeinern betätigen (never again...)



Am darauffolgenden Wochenende waren wir Sonntags wieder mit dem Rafting Club unterwegs. Diesmal gings zum Picton river, der angeblich etwas spannender sein sollte als der Dervent river. Dem war auch so, das man allerdings Gefähr läuft aus dem Boot zu fallen, da fehlt noch einiges. 


Wer jetzt glaub ich hab hier den größten Lenz, der darf sich auf den nächsten Absatz freuen. Es folgen die Nachrichten über die heißgeliebte Uni:


Die Universität hält mich mittlerweile ganz schön auf Trab, da jede Woche Hausübungen abzugeben sind und englische Texte vorbereitet werden sollen. Punkto Kursauswahl sind es bei mir dieselben Kurse geblieben:


Astronomy: Der Vortragende Prof. John Dickey ist ziemlich cool und gut zu verstehen. Im Groben geht es in diesem Kurs um die Planeten unseres Sonnensystems, Gravitationskräfte, Atmosphärenbildung etc. also durchaus interessante Dinge für mich, die jetzt nicht hochmathematisch sind. Das erste Examen hats allerdings doch in sich gehabt, da die Tests hier sehr umfangreich ausfallen. Man darf eine Seite an Notizen für die Prüfung verwenden was ich ziemlich cool fand. Neben regelmäßigen Hausübungen gibts noch Practicals im Labor wo man Mondkonstellationen, Fluchtgeschwindigkeiten und andere lustige Dinge per Computersimulation ausrechnet. Ausflüge zu einem Observatorium und einem Radioteleskop sind auch geplant. Die Vorlesung ist auch als Audiofile im Internet verfügbar.


Sustainable Tourism: Die Vortragende Prof. Anne Hardy ist sehr freundlich, halbwegs gut verständlich und ... chaotisch. Das soll aber mein Interesse für diesen Kurs nicht mindern. In diesem Kurs geht es vorwiegend um die Vorteile und Nachteile des Ökotourismus im ökonomischen, ökologischen und soziologischen Sinne. Neben den Lectures gibt es ein Tutorial in dem ausgewählte Texte besprochen werden, die natürlich vorbereitet werden müssen. Im Tutorial ist ein ausgewähltes Thema zu präsentieren und als Report abzugeben. Teil des Kurses ist ein zweitägige Exkursion nach Bruny Island, bei der verschiedene nachhaltige Tourismus-Firmen besucht werden. Im Anschluss ist ein Bericht über 2 ausgewählte Firmen zu verfassen.


Interpretation for Tourism: Wird ebenfalls von Anne vorgetragen. In diesem Kurs geht es um die Interpretation, die von sogenannten Guides (Fremdenführer etc.) in den verschiedensten Tourismusbranchen angeboten werden Das am Anfang logisch und einfach erscheinen aber im Laufe des Kurses wird ersichtlich wie komplex Interpretation sein kann und was man damit erreichen kann. Neben einer Präsentation + Bericht gibt es eine weitere Gruppenarbeit in der mit Leuten aus der Tourismusbranche ein Interpretationskonzept für ein Tourismusprojekt ausgearbeitet wird.


Global Environmental Governance: Mein Sorgenkind... Der Vortragende Prof. Aynsley Kellow hat einen Akzent, das man meinen würde Englisch ist seine erste Fremdsprache. Er trägt meist mit grummeliger montoner Stimme vor und trägt damit dazu bei sämtliche Schlafstörungen seiner Studenten zu beseitigen. Mittlerweile hab ich sogar von Locals gehört dass er schwer verständlich ist und außerdem wenig Sinn für Kritik an seinen Publikationen hat. Die Vorlesung kann man sich auch per Audio- und Videofile (PP-Slides) nochmal anschauen... wenn man will. Das Thema des Kurses ist an sich recht interessant, da es um die politische Steuerung von internationalen ökologischen Problemen geht wie beispielsweise die Klimaerwärmung. Die empfohlene Literatur ist ein Lichtblick da sie interessant und abwechslsungsreich (z.B. Polar Politics) ist. Vom Vokabular her haben es allerdings alle Texte ganz schön in sich, da auch englische Politikwissenschafter zur Langatmigkeit, Umschreibung und Bandwurmsätzen neigen, was in einer Fremdsprache mit ziemlich viel Lernaufwand verbunden ist. Im Kurs sind 2 Aufsätze abzugeben und es gibt ein Examen mit offenen Fragen.


Hab heute schon wieder eine Präsentation hinter mir. Bis zur Easter Break gilt es noch eine Präsentation und 2 Reports auszuarbeiten, mir wird also nicht fad ;-)

Den nächsten Bericht gibts nach Ostern. In diesem Sinne... Frohe Ostern und fröhliches Eierpecken! :P









Montag, 5. März 2012

In the beginning...

Seit dem letzten Posting ist schon einige Zeit vergangen und es war einfach zuviel los um vorm PC zu sitzen und am Blog weiterzuschreiben. Dafür gibts jetzt mal wieder eine ausführliche Berichterstattung:


Am 13.2. kam Peter, der erste Studienkollege aus Linz, in Hobart an und wir haben gleich mal einige Sachen für seinen Hausrat gekauft und auf den Mt. Nelson hochgeschleppt. Dabei konnte ich einen ersten Blick auf die Uni-Appartements werfen und die waren um soviel komfortabler als meine Gefängniszelle im Christ College dass ich am nächsten Tag gleich mal ein Ansuchen auf Übersiedlung gestellt habe. Im Anschluss gings erneut zum Mt. Wellington, diesmal allerdings entlang der Pipeline Track bis zu den Wellington Falls und über die Miles Track wieder zurück. Mitten am Berg kam dann der Anruf, dass ich in ein Uni-Appartement einziehen kann, für $100 Umzugsgebühren... Nachdem der erneuten Abzocke Folge geleistet wurde konnte der Umzug dann gleich am nächsten Tag stattfinden. Die Bilder zur neuen Wohnung gibts im Link ganz unten. 


In den darauffolgenden Tagen kam endlich etwas Leben in die Bude, da viele internationale Studenten im Studentenheim eintrafen. Mittlerweile sind wir eine buntgemischte Truppe aus verschiedensten Ländern, die sowohl den Uni-Campus als auch die Stadt regelmäßig unsicher macht. Punkto Sprachgebrauch hab ich mich schon etwas in Dänisch und Finnisch versucht (hoffnungslos...) und mein Englisch wird auch etwas besser. Als kommunikationsförderndes Mittel ist Bier übrigens wärmstens zu empfehlen ;-) 

Am 19.2. traf dann Stefan, mein zweiter Studienkollege aus Linz, ein. Zu meiner großen Freude hat er sich ein Auto in Sydney zugelegt und mit nach Tasmanien genommen. Den ersten Road-Trip haben wir gleich gemeinsam mit seinen WG-Kolleginnen am darauffolgenden Wochenende veranstaltet. Zwei Österreicher, eine Schweizerin, eine Griechin und ein Brite machten sich bei 40°C auf nach Wineglass Bay und endeten bei 50°C+ im Auto nach 3 Stunden Fahrt in Coles Bay. Von dort wollten wir eigentlich zur besagten Bucht aufbrechen aber das kochend heiße Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aufgrund der hohen Buschbrandgefahr wurde der Wanderweg zur Bucht gesperrt. Also entschieden wir uns am Strand zu kochen, zu übernachten und von Moskitos aufgefressen zu werden. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich über meine Outdoorausrüstung seeeehr glücklich bin. 

Am nächsten Tag trafen wir dann den Wandergesellen Florian (kein Scherz) und nahmen ihn mit in unserer kochenden Suppenschüssel mit 4 Rädern bis zur nächsten Stadt namens Bicheno. Da ich aus dem Internet wusste, dass man dort gut surfen kann haben sich die 2 Florians dazu entschieden einfach dort zu bleiben und eine Runde surfen zu gehen. Nach 2 Surfstores, 1 Backpacker-Hotel und einem Telefonat mit einem Surflehrer hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben noch irgendwo ein Surfboard zu ergattern. Doch auf dem Weg zum Strand trafen wir dann Stephanie, eine Bekannte von Florian, die uns kurzerhand ein Board lieh und uns sogar zum Strand fuhr. Weißer Strand, Meer... SURFING!

Hier noch ein paar Fotos vom Roadtrip: Coles Bay & Bicheno



Sie wollen noch mehr? Bittesehr:

Die Uni hat mittlerweile auch schon angefangen. Die Orientation Week (ist leider eher für Studienanfänger gedacht) und die Vorstellung der verschiedenen Sportclubs (=Schreib dich ein und sauf mit uns!) sind schon wieder Schnee von gestern und die Lectures & Tutorials sind voll im Gange. Mit der Kursauswahl bin ich bislang recht zufrieden, allerdings stellen sich gewisse Sprachbarrieren (australischer Kauderwelsch) weit schwieriger dar als gedacht, was sich jedoch in den nächsten paar Wochen hoffentlich etwas legen wird. Die Uni ist sehr verschult mit Hausübungen etc. was jedoch den Vorteil hat, dass sich ein großer Teil der Gesamtnote aus  verschiedenen Leistungen während des Semesters zusammensetzt. 



Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass ein paar Studienkollegen und ich in freudiger Erwartung dem Rafting Club und dem Bushwalking Club beigetreten sind. Vom ersten Rafting-Ausflug gibts schon ein paar Fotos. War ganz spaßig, aber die nächsten Ausflüge werden hoffentlich spektakulärer, also á la "Wer bis zuletzt im Boot bleibt hat gewonnen... die Ausnahme heißt Wasserfall"


Den Link zu den restlichen Fotos gibt's hier