Dienstag, 28. August 2012

Bye Bye NZ

In den letzten Wochen blieb leider wenig Zeit fürs bloggen drum gibts hier noch ein paar Nachträge. 

Nach meinem Aufenthalt in Milford Sound gings zurück nach Te Anau wo ich den Kepler Track, einen weiteren Great Walk mit knapp 60km entdeckt habe. Also mal wieder die Wanderschuhe geschnürt und schon gings los. Die Wetterbericht prophezeite Schnee und Regen, stattdessen gabs mal wieder strahlenden Sonnenschein. Der Wettergott ist mir scheinbar wohl gesonnen und ich hoffe das bleibt auch noch eine Weile so. Die 3 Tageswanderung über die Fjordland-Berge war ziemlich abwechslungsreich. Angefangen mit Regenwald und Strand gings bis auf 1500m rauf durch Schnee und Eis. Die Aussicht... Gebirgszüge die aus dem Meer rausragen und sich wie lange Finger in Richtung Meer ausstrecken... über eintönige Landschaften können die Kiwis wohl nur lachen. 

Im Anschluss gings die südliche Küste entlang zu den Catlins, wo es neben Seelöwen auch noch den Nugget Point zu bestaunen gab, eine Felslandschaft mitten im Meer. Vom Landschaftsbild sieht hier alles so ähnlich aus wie in Irland mit Cliffs und grünen Hügeln. 

Zum Abschluss meiner langen Neuseelandreise gings noch zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Dort hab ich die wohl kälteste Nacht im Campervan verbracht (mein Wecker geht nur bis 0°C...) aber die Aussicht wars auf alle Fälle wert. Umringt von schimmernd weißen 3000ern hat mich die Bergsteigerlust natürlich wieder gepackt. Neeein, ich bin nicht auf den Mt. Cook gegangen. Vielleicht in ein paar Jahren... Dafür gings zum. Mt. Olliver auf 2000m bei, wie könnte es anders sein, strahlendem Sonnenschein. 

Wenn es einen Schöpfer geben sollte, dann war ihm in Neuseeland ganz besonders langweilig. In jeder Ecke gibt es eine andere Landschaftsform. Wüste, Strand, Regenwald, grüne Täler, Fjordland, Gebirge, Gletscher, Cliffs, Vulkane... alles da! Wers noch nicht gesehen hat, hinfliegen und staunen.

Dienstag, 14. August 2012

There and back again...

In den letzten Wochen ist so einiges passiert. Wird also wieder etwas länger ;-)

Auf der Fahrt nach Christchurch hab ich gleich mal die ersten Seerobben gesichtet und die Ostküste bestaunt. Das Wetter war diesmal leider nicht auf meiner Seite und so fuhr ich bei strömendem Regen bis zum Flughafen um dort den nächsten Versuch zu wagen mein Ticket nach Hause umzubuchen und schon etwas früher in Sydney zu sein. Aufgrund des guten alten "Wir sind nicht zuständig!" Spiels war das Ganze wenig ergiebig und ich wurde an jene verwiesen die mich ursprünglich zum Flughafen geschickt haben. Naja.. Danach bin ich noch zur Halbinsel östlich von Christchurch gefahren und bin dort in Duvauchelle auf das Franzosenviertel von Neuseeland gestoßen.

Nach einem kurzen Wettercheck gings wieder rauf in den Norden da es dort ein paar Tage Sonnenschein geben soll. In Nelson hab ich mich dann über sämtliche Wanderwege in der Region informiert und bin das erste Mal auf einen sogenannten Great Walk gestoßen, der nicht weit enfernt von Nelson startet. Die Great Walks sind die besten Tramping Tracks von Neuseeland, Mehrtageswanderung quer durch die Botanik mit Übernachtungsmöglichkeiten in diversen Hütten. Da ich von touristischen Ausflügen mitterweile wirklich genug hatte hab ich meinen Rucksack gepackt und mich zum Abel Tasman Track  aufgemacht. Der Track verläuft entlang der Küste, quer durch tropischen Regenwald und bietet mehrere Möglichkeiten mal kurz zur einen oder anderen Bucht zu gehen um die Cliffs zu bestaunen. Aufgrund der Gezeitenströmung musste ich an zwei Passagen des Tracks rechtzeitig ankommen da ansonsten Schwimmen angesagt wäre. Und das Wasser ist kalt... sehr kalt. In Totoranui gings dann mit dem Wassertaxi zurück nach Motueka und dann nach Nelson. 

Der nächste Wettercheck prophezeite gutes Wetter für die Westküste... endlich an die West Coast, darauf hab ich mich schon seit Monaten gefreut. Über den Arthurs Pass gings nach Westport und von dort dann rauf nach Karamea. Dieses kleine Städtchen, umrundet von Bergen, Cliffs und rauher See hats mir wirklich angetan. Hab dort den coolsten (und günstigsten) Campingplatz gefunden... auf einem Schulgelände. Und das Beste ist... niemand da! Von dort aus gings weiter zum DOC Campingplatz nach Kohaihai wo ich meinen Camper direkt vor dem Strand parken konnte incl. Aussicht auf die Cliffs. Am nächsten Tag hab ich dann herausgefunden, dass der Campingplatz neben zahlreichen Kurzwanderungen auch noch Ausgangspunkt des Heaphy Tracks ist, mit 82km der längste Great Walk in Neuseeland. Ihr wisst was jetzt kommt...

Vom Wetter her sollte es sich gerade ausgehen wenn ich gleich starten würde. Also Rucksack gepackt, Hütten gebucht, und auf gings von Kohaihai nach Collingwood in einer 4-Tageswanderung. Hab die ganze Strecke keine andere Menschenseele getroffen. Nur ich, die Wildnis und so viele Sterne dass ich das Zählen erst gar nicht versucht habe.  Von der letzten Hütte aus startete dann das nächste Abenteuer... Wie komme ich zurück zu meinem Camper? Wanderweg 82km = 500km mit dem Auto... Ups! Mit dem Bus gings zurück nach Nelson, dann wieder nach Westport. Und weil an diesem Tag kein Bus nach Norden fuhr gabs ne Premiere. Auto stoppen, yeah! Also hab ich mir ein Schild aus einer Kelloggs-Schachtel gebastelt und versucht möglichst vertrauenswürdig auszusehen (... verwilderter bärtiger Tramper zurück von der 4-Tageswanderung sucht sein Auto.. yeah!) 

Am Camper angelangt gings als nächste die Westküste entlang nach Süden. Die Küste ist einfach atemberaubend. Nach jeder Kurve taucht eine Bucht auf, noch schöner als die davor nach dem Motto "Du glaubst das war schon alles? Dann schau dir das mal an! Tropischer Regenwald, schwarzer Sandstrand, daneben noch ein paar Gletscher, Gebirgszüge, dann hätten wir da noch Cliffs die wie Pfannkuchen aussehen.. Kein Problem! Wir haben doch alles da!" 

Den Franz Josef Gletscher (Gott zum Gruße lieber Kaiser...) hab ich mir natürlich angesehen. Mir sind die Alpen trotzdem lieber. Nahe des Fox Glaciers gings dann noch in einer Zweitageswanderung zu den örtlichen Hot Pools wo ich mich umrundet von schneebedeckten Bergen in die warme Badewanne gesetzt habe. Danach gings weiter nach Süden über den Haast Pass bis Wanaka und von dort über Queenstown nach Te Anau in das Fjortland. Von dort aus bin ich heute nach Milford Sound raufgefahren und bin per Boot zwischen den Bergen herumgefahren. Ein knapp 2000m Berg mitten aus dem Meer hat was sehr Ansehnliches... kann ich bezeugen! 

Den Flug nach Sydney konnte ich auch endlich umbuchen. Am 27.8. gehts nach Australien. Noch knapp 2 Wochen für die Südküste und vielleicht einen weiteren Great Walk... Mal schaun

Montag, 23. Juli 2012

Hey, ab in den Süden!

... aber nicht der Sonne hinterher, sondern dem Winter entgegen. Hier wird mit jedem gefahrenen Kilometer etwas frischer. Coromandel war schön, das Wetter nicht. Nachdem ich kurz vor Tauranga mal einen Blick auf den Wetterbericht geworfen habe und dieser berichtete dass der Osten mit einer Woche strömenden Regen beglückt wird habe ich meinen Plan mal wieder über den Haufen geworfen und bin an die Westküste gefahren. Dort wäre als Schlechtwetterprorgamm ein bißchen Höhlenforschung in den Waitomo Caves geplant gewesen. Denkste... Dort hat es auch soviel geregnet dass alle Höhlen überflutet waren. Also bin ich dort 3 Tage geblieben und hab mir neben 3 Höhlen inclusive Glühwürmchengalaxie (sehr cool) nochmal eine Tour geleistet und bin einen Tag durch die Höhlen geschwommen (bitterkalt!), Wasserfälle hochgeklettert und nach Gollum Ausschau gehalten. Der war zwar nicht zuhause, aber die Tour war spitze. Danach gings zurück nach Tauranga und zu Mount Maunganui, ein "Berg" von ca. 300m, aber da ansonsten alles flach rundherum ist kann man sich einen 360° Blick von der Landschaft gönnen. 


Im Anschluss fing das Überlegen wieder an... soll ich in den Osten fahren oder nicht? Ich hätts nicht machen sollen. Ich bin zwar nur die kürze Strecke nach Napier runtergefahren aber dort war nichts. Die Gegend hält dort wahrscheinlich Winterschlaf. Als nächstes gings im guten alten Zickzackkurs nach New Plymouth an die Westküste zu Mt. Taranaki. Dort war das Wetter wieder etwas schlechter, aber der Vulkan war trotzdem beindruckend. Nachdem ich vom Norden irgendwie genug hatte hab ich mich entschlossen nach Wellington runterzufahren, 2 Tag dort zu verbringen und schon etwas früher mit der Fähre nach Piction zu fahren. Wellington ist eine sehr coole Stadt mit tollen Museen (Jaja, ich weiß ich werde alt...) mit Maori-Geschichte, Geologie etc. Am zweiten Tag war ich noch in den Miramar Studios von Jackson & Co. und hab mir einige Filmrequisiten vom Herrn der Ringe, Tintin etc. angesehen. Die Jungs haben echt einen coolen Beruf. 


Heute bin ich mit der Fähre samt Campervan nach Piction übergesetzt und beginne nun meine Tour im Süden. Das Wetter ist zwar noch mies aber ich hab ja Zeit. Zu Beginn solls erst mal nach Christchurch runtergehen. Und danach wieder rauf und im Anschluss rund um die Insel gegen den Uhrzeigersinn. Mehr plane ich nicht mehr weils sowieso immer anders kommt. Auf alle Fälle freu ich  mich jetzt auf Wildnis pur ohne Touristenmassen.


Hier noch ein paar Fotos

Freitag, 13. Juli 2012

Zurück aus dem hohen Norden

Die Reise in den hohen Norden hatte einiges zu bieten. Nachdem ich am ersten Tag einfach Richtung Norden raufgefahren bin und irgendwo mitten in der Pampa im Camper übernachtet habe bin ich dan Tags darauf zu Cape Reinga aufgebrochen. Die Aussicht beim Leuchtturm war wirklich beeindruckend. Am Nachmittag gings dann zum zweiten Leuchturm im Cape van Diemen quer durch die Wüste, zeitweise per Kompass da Schilder hier manchmal Mangelware sind. Am Cape habe ich einen Strand gefunden, der unter die Kategorie traumhaft fällt. Wenn man ein Zelt mitnimmt kann man dort campen und hat die ganze Bucht für sich alleine. Auch die DOC campsites in der Gegend sind wirklich toll. Campen in der Bucht direkt am Meer? Kein Problem! Danach gings zurück mit einem kurzen Stop am 90 Mile Beach (is eigentlich ned mal 90km lang, dafür kann man mit dem 4WD entlang fahren wenn man Lust hat) und dann nach Kerikeri, Paihia und Waitangi. Dort hab ich mir das Museum angeschaut, das direkt am Platz gebaut wurde wo der Vertrag zwischen den Maoris und den Kolonisten unterzeichnet wurde. War ganz interessant aber für meinen Geschamack etwas zu teuer.


Am nächsten Tag gings dann nach Russell wo ich meine nächste Tour gebucht hatte: Schwimmen mit Delphinen! Der Ausflug mit dem Boot zum Hole in the Rock war toll und die Bay of Islands trägt nicht umsonst ihren Namen. 144 Inseln gibt es hier zu bestaunen. Neben Delphinen hab ich auch einen kleinen Seelöwen gesehen. Den Wal hat nur der Skipper gesehen und ich glaube das war Wunschdenken ;-)  Das Schwimmen mit den Delphinen wurde leider nicht angeboten, wär aber eh frisch geworden. Am Nachmittag bin ich dann noch quer übers Land gefahren bis zum Waipoa Forest um mitten im Wald im DOC-Camp zu übernachten. Ich musste nicht mal was bezahlen da es kein Wasser gab.


Am nächsten Morgen gings zu den mighty Kauri Trees... Gigantisch! Der Wanderung zu den größten Bäumen ist echt magisch und wenn dann nach der nächsten Kurve einer dieser Riesen auftaucht verschlägt es einem echt die Sprache. Te Matua Ngahere (heißt übersetzt "Vater des Waldes") hat einen Umfang von 16.41 Metern. Es gibt auch einen weiteren Riesen mit 12.29m den man umarmen kann. Habs versucht, leider kläglich gescheitert...


Danach gings für mich zurück nach Auckland um endlich den Camper reparieren zu lassen. Ich bin nämlich bislang mit einer höchst amüsanten Schiebetür herumgefahren die sich nur dann öffnet wenn sie will. Hat dazu geführt dass ich mich mal im Camper eingesperrt hab und zur Fahrerkabine klettern musste um wieder rauszukommen. Die Hintertür geht von innen gar nicht auf. Es kommt noch besser... Auf der Fahrt in den Norden hab ich festgestellt, dass das Signal fürs Motorenöl zeitweise aufblinkt. Hmmmm, da stimmt doch was nicht. Lieber mal die Hotline anrufen und nachfragen was für ein Öl ich da brauche. Die gute Dame am Telefon hat mehr oder weniger gesagt es kann irgendeins sein und solangs wenig oder halbvoll ist is es auch gut. An der Tankstelle hab ich das Öl dann checken lassen... fast leer! Die haben mir die Kiste also ohne Öl gegeben. Nach zwei Flaschen Öl gings dem Camper dann wieder gut. Und es kommt noch besser... Beim Depot am Flughafen hab ich sämtliche Mäzchen des Autos geschildert und darum gebeten die Mängel zu beheben. Nach 30 Minuten warten wurde mir gesagt, dass sie das reparieren können. Es dauert aber eine Weile oder ich kann auch einen anderen Campervan haben. Das dauert natürlich auch eine Weile. Hmmm, lieber auf den neuen Camper setzen, so dachte ich jedenfalls. Nachdem ich dann eine Stunde mit Packen verbracht habe um die Sachen in den neuen Camper zu schleppen warf ich mal einen Blick auf das neue Fahrzeug. Die Reifen hatten kein Profil, der Herd funktionierte nur zum Teil, kein Heizlüfter, der Kühlschrank stinkt nach Fisch und hat Kratzer als ob jemand 5 Stunden Salsa drinnen getanzt hätte. Nein danke! Also nochmal rein und das selbe Spiel nochmal. Und... ich durfte warten und warten. Nachdem ich dann bemerkt habe, dass es der Chefin scheinbar auch etwas peinlich war bin mal höflich geblieben und hab den Tag schon abgeschrieben. Als Entschädigung wurde ich dann aufgestuft und bekam einen neueren Camper der Firma Britz, $100 und eine Flasche Sauvignon Blanc. Da sag ich nicht nein! Wär das Navi-Gerät eventuell auch noch drin? Unverschämtheit siegt! Zur Belustigung sämtlicher Mechaniker hab ich dann eine weitere Stunde meine Sachen von zwei verschiedenen Campern in den nächsten verfrachtet und hab mich dann nach Auckland aufgemacht um ein paar Sachen zu besorgen. Steckdosenadapter für den Laptop, Internet, Telefon in der Metropole besorgen... nach 1,5h fertig?? Nice!


Heute war ich noch im Kelly Tarltons Aquarium und hab mir Haie, Rochen und andere tolle Sachen angeschaut. Fotos werden nachgereicht. Jetzt gehts erst mal zur Coromandel Penninsula.


Auf bald ;-)

Hier die ersten Fotos aus Neuseeland: Neuseeland Pictures



Dienstag, 3. Juli 2012

Kia ora!

Am Donnerstag bin ich endlich in Auckland gelandet und hab mich mit Sack und Pack Richtung Backpacker Hostel begeben um dort Lars zu treffen und endlich ein wenig Schlaf zu finden. In der Früh haben wir uns dann das Halbfinale Deutschland vs. Italien inclusive Frühstück angeschaut und sind kurz darauf Richtung Backpacker Campervan Store aufgebrochen um meinen Camper abzuholen. Freundlicherweise hat die Agentur in Deutschland den Camper nicht in der Stadt deponiert sondern am Flughafen... Also mussten wir raus zum Flughafen und dort den Camper in Empfang nehmen was leider den ganzen Tag gekostet hat. Am Abend fuhren wir dann Richtung Rotorua, einem Gebiet mit Seen vulkanischen Ursprungs, Geysiren und anderem gut riechenden Geblubbere. Eine Brise Sulfur ist ein erstaunlich guter Appetitzügler... Die erste Nacht wurde gleich mal getestet wie das Wildcampen ohne Heizung ausfallen würde. Fazit: Saukalt, aber man gewöhnt sich hoffentlich dran. Tags darauf gings dann zum Geysir-Park in Roturua und im Anschluss nach Süden in Richtung Taupo. Dort haben wir uns einen Stellplatz am Campingplatz geleistet da in der Berggegend eine Heizung zum besten Freund wird. 


Am nächsten Tag hieß um 5 Uhr morgens aufstehen damit wir den Bus für unsere gebuchte Tour erwischen: Eisklettern bei Mt. Doom! Für alle Herr der Ringe-Verweigerer: Der Berg ist einer der bekanntesten Drehorte des Films und sieht auch ziemlich spektakulär aus. Nach 7,5 Stunden Wandern mit Steigeisen und Eispickel haben wir den Abend dann im Thermal-Pool am Campingplatz ausklingen lassen. 


Am nächsten Tag gings zuerst zu den Huka Falls. 200000 Liter pro Sekunde zwängen sich hier durch einen engen Flussteil und produzieren ein beeindruckendes Bild. Der Geheimtipp sich die Öffnung des nächstgelegenen Damms anzuschauen wurde unter die Kategorie schlechter Scherz verbucht. Außer entäuschten Japanern mit 3 verschiedenen Kamerastativen gabs nichts zu sehen. Danach gings schon zurück Richtung Auckland damit wir nicht zu weit weg vom Flugplatz sind und am nächsten Tag noch etwas machen können bevor ich Lars zum Flughafen bringen muss. Eigentlich wollten wir uns heute noch die Insel Rangitoto in der Nähe von Auckland anschauen. Denkste... das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und ganz Auckland gehörig mit Regen eingedeckt. Plan B: Auckland Museum. Ja ich war in einem Museum! Kommt nicht oft vor... Das Museum war riesig und es gab von ziemlich coolen Naturfotos bis zum Ramsch so ziemlich alles im Programm. Und es war sogar umsonst, was in Auckland sehr selten vorkommt. Hier wird leider jeder Fleck irgendwie eingezäunt und dem Touristen dann gegen Cash angeboten. Schade, dadurch fallen einige sehenswerten Sachen weg da die Preise oftmals zu hoch sind. Nachdem ich Lars zum Flughafen gebracht habe wurde mir erstmals so richtig bewusst, dass ich jetzt 2 Monate alleine unterwegs bin... Bin echt gespannt wie es wird.

Fotos gibts schon einige, allerdings muss ich mir noch was wegen dem Internet einfallen lassen. Die Angebote am Campingplatz sind einfach unverschämt teuer und Internet über Telefon funktioniert zwar aber große Fotos dauern ewig und wären wohl auch zu teuer. Darum muss noch das Gratis-Internet von McDonalds und Dunkin Donuts herhalten (ich hab endlich wieder einen Dunkin Donuts gefunden!!) 

Den nächsten Bericht gibts hoffentlich in einer Woche vom hohen Norden über Auckland. 

 

Mittwoch, 27. Juni 2012

Reif fuer die naechste Insel

Die Pruefungen sind endlich vorbei und die letzten Vorbereitungen sind getroffen fuer die Reise nach Australien. Warum ich nicht mehr faehig bin Umlaute zu schreiben? Ich sitz grad am Flughafen in Melbourne und warte auf meinen Flug nach Auckland, Neuseeland. :-)

Die Pruefungszeit hat weitere Blog-Postings leider verhindert aber dafuer solls in Neuseeland umso mehr geben da ich endlich Zeit dafuer hab. Als kurzes Schlussresumee uebers Auslandssemester kann ich sagen, dass es sich auf jeden Fall ausgezahlt hat. Hab so viele Leute wie noch nie zuvor in kuerzester Zeit kennengelernt und auch etwas Zeit gehabt mir das Land anzuschauen. Der negative Part des Ganzen war die Uni, die einfach viel zuviel Arbeit war und einige Ausfluege und mehr Englisch lernen durchs Plaudern mit anderen verhindert hat. Eigentlich schade, denn im Kammerl sitzen und Aufsaetze schreiben sollte eigentlich nicht der Sinn des Auslandssemesters sein. Dafuer freu ich mich jetzt umso mehr auf die naechste Insel mit hoffentlich waermeren Wetter. Fotos gibts mittlerweile so viele dass ich mich langsam mal mit dem Aussortieren beschaeftigen werde. Wenn ich wo ein Internet finde mit ausreichendem Uploadvolumen finde gibts auch bald wieder Fotos und hoffentlich auch schon ein paar gute Schnappschuesse aus Neuseeland.

Bis dahin liebe Gruesse an alle im sonnigen Oesterreich!

Sonntag, 3. Juni 2012

Die Tage werden kürzer... die Uni auch!

Wieder sind 3 Wochen vergangen und das Inselleben neigt sich bald dem Ende zu. Seit meinem letzten Posting gabs noch einiges zu tun für die Uni. Nach 2 weiteren Wochen in meiner Gruft (= mein dunkles Zimmer mit Ausblick auf eine Wand) hab ich letztendlich meine letzte Seminarbeit mit Hochgenuss in die Abgabebox geschmissen und das Ganze ausgiebig gefeiert... mit 15 Stunden Schlaf. Durchs Studieren war die Zeit für Freunde, Sport und Ausflüge leider so gut wie gar nicht vorhanden. Umso schöner war dafür die letzte Woche: Zeit zum relaxen, ein freudiges Wiedersehen mit meinen Studienfreunden und auch etwas Zeit um Tagesauflüge zu machen.


Ein großes Highlight dieser Woche war die Nachricht von Lars, dass er die Surfer-Videos retten konnte. Wie versprochen könnt ihr euch hier mal eines der Videos ansehen:  
 




Letzte Woche hab ich mir endlich wieder ein schönes Plätzchen von Tasmanien anschauen können. Gemeinsam mit Miriam gings zum South Arm Beach zum spazieren. Am Abend hab ich dann vom Astronomy-Professor den Anruf erhalten, dass das Night-Observation doch noch was wird und wir uns zum Strand von Lower Sandy Bay begeben sollen damit wir uns ein paar Sternenbilder anschauen können. Als wir am Strand ankamen durften wir auch gleich mit dem Aufstellen der Teleskope beginnen und erste Versuche wagen. Prof. Dickey bat uns im Anschluss, dass wir uns alle auf den Boden legen sollen und begann mit der Erklärung der Sternenbilder per Laserpointer (15 Leute liegen nachts im Park rum... ein herrlicher Anblick für Spaziergänger). Ich kann also endlich die Sternenbilder deuten und mich anhand der Sterne orientieren. Zu dumm, dass ich normalerweise auf der anderen Seite des Planeten lebe und die gelernten Sternenkonstellationen für einige Zeit nicht mehr sehen werde...


Gestern gings noch gemeinsam mit Miriam und Tobi zum Mt. Field National Park. Ein paar Schnappschüsse zu den Tagesausflügen gibts hier: South Arm & Mt. Field National Park


Bin gerade dabei die Flüge für meine Reise zu buchen. Wie erwartet hat sich meine Planung mindestens 3mal geändert. Am 28.6. gehts von Hobart nach Auckland, Neuseeland. Dort werde ich gemeinsam mit meinem Kumpel Lars auf die Suche nach dem "einen Ring" begeben und Mt. Doom einen Besuch abstatten. Danach gehts mit dem Campervan alleine quer durchs Land, diesmal ohne durchgeplante Route. Mal schaun wohin die Straßen führen...


Neue Lage... noch 24 Tage